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Verschiedene Bilder aus dem Neckar-Odenwald-Kreis

Pflege im Ländlichen Raum braucht Zukunft

Die aktuelle Situation der Pflege im ländlichen Raum stand im Zentrum einer Diskussionsrunde zur Zukunft der Pflegeim Ländlichen Raum in Buchen bei Pflegedienst Hand in Hand. Der baden-württembergische Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, sowie der Vorsitzende des Arbeitskreises im Landtag von Baden-Württemberg, Stefan Teufel, tauschten sich mit Pflegeheimbetreibern und Pflegedienstleitungen aus der Region über die aktuellen Herausforderungen in der Pflege aus.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die stark zunehmende Bürokratie, steigende Kosten sowie der anhaltende Fachkräftemangel. Die Vertreter der Pflegeeinrichtungen machten deutlich, dass umfangreiche gesetzliche Vorgaben, hohe Investitionskosten – etwa durch bauliche Anforderungen – sowie unzureichende Refinanzierungsmöglichkeiten die Arbeit zunehmend erschweren. Gleichzeitig wachse der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal, der mit inländischen Fachkräften allein nicht mehr zu decken sei.

Auch die Gewinnung von Personal aus dem Ausland wurde thematisiert. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass neben Anerkennungsverfahren zunehmend auch die Bereitstellung von Wohnraum zu einer zentralen Aufgabe für Pflegeeinrichtungen werde. Zudem wurde die Bedeutung einer attraktiven generalistischen Pflegeausbildung hervorgehoben, um junge Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen.

Einigkeit bestand darüber, dass die Pflege langfristig nur dann gesichert werden kann, wenn sie für Pflegebedürftige bezahlbar bleibt und gleichzeitig verlässliche Rahmenbedingungen für Einrichtungen und Beschäftigte geschaffen werden. Die Diskussionsrunde unterstrich die Notwendigkeit, bestehende Regelungen kritisch zu überprüfen und praktikable Lösungen im Dialog zwischen Politik und Praxis weiterzuentwickeln.